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Latein - Projekte und Fahrten

Projekte und Fahrten

 

 

 

Kulturgeschichtliche bzw. archäologische Projekte - auch das gehört heute zum Lateinunterricht!

P-Seminar Culinaria

15 Schülerinnen und Schüler, 1 Lehrerin, 1 Koch, 1 Jahr Zeit, 1 Ziel : ein römischer Gastroevent!

Italienisch, Chinesisch, Thailändisch, Griechisch, Afghanisch, Marokkanisch, Französisch – unendlich ließe sich die Liste fortsetzen von Spezialitätenrestaurants, die uns die weite Welt zumindest kulinarisch direkt vor unsere Haustüre bringen. Auch Mittelaltermärkte mit ihren Essensständen bzw. inszenierte mittelalterliche Bankette, die eine Reise in die Gaumenfreuden vergangener Tage anbieten, gibt es in reicher Zahl. Doch wie steht das mit den Küchenkünsten und der Esskultur der alten Römer? So fragte sich oben genannte Gruppe von (mehr oder weniger….) Lateinbegeisterten und schon war die Idee geboren, in praktischer und sinnlicher Weise dieser Frage auf den Grund zu gehen. Und weil zu einem richtigen römischen Essen viele Gäste gehören, reifte der Plan, einen Gastroevent in Form eines kompletten römischen Gastmahls für Sie als unsere lieben Gäste auszurichten. Das Ziel für unser P-Seminar „Culinaria“ war also gesteckt. Im P-Seminar der gymnasialen Oberstufe geht es neben der Studien- und Berufsorientierung darum, innerhalb eines Jahres ein Projekt in einem Leitfach auf die Beine zu stellen, das mit außerschulischen Partnern umgesetzt wird. Für die Umsetzung unseres Projekts „Culinaria“ (von lat. culinaria = „Dinge, die mit der Küche (culina) zusammenhängen“) , das über das Leitfach Latein läuft und von Frau Sedlmaier betreut wird, konnten wir als unverzichtbaren außerschulischen Partner die Firma food and school unter der Leitung von Herrn Migge, der auch unsere Mensa betreibt, gewinnen.

Wie lief unsere Arbeit in diesem Jahr nun ab?

Zuerst beschäftigten wir uns mit römischen Gastmählern im Allgemeinen und römischem Essen im Speziellen. Denn an erster Stelle stand und steht für uns die Authentizität. Wir wollen mit Vorurteilen bzgl. der römischen Esskultur aufräumen und eine historisch fundierte experimentalarchäologische Erfahrung anbieten. Neben der Recherche zu römischen Essgewohnheiten durchforsteten wir das Rezeptbuch des antiken Feinschmeckers Apicius – und trafen auf unsere erstes Problem, denn für uns vollkommen selbstverständliche Nahrungsmittel wie beispielsweise Kartoffeln oder Tomaten standen nicht auf dem Speiseplan der Römer. Wieso? Sie kommen aus der Neuen Welt und waren schlicht unbekannt! Trotzdem gelang es uns, uns für eine Speisenfolge zu entscheiden und diese am Wandertag mit Hilfe von Herrn Migge zu unser aller Zufriedenheit nachzukochen. Das Menü stand also – theoretisch konzipiert und praktisch probiert. Doch da war schon das nächste Problem: Wie schaffen wir ein echt römisches Ambiente? Wir probierten herum und versuchten aus einfachen Materialien (Biergarnituren, Turnmatten, Holzkisten, Industriepaletten, Stoffen etc.) ein römisches Speisezimmer (Triclinium) mit den typischen Speiseliegen nachzubauen, um dort unsere Gäste in authentischem Rahmen bewirten zu können. Über all diesen Aktivitäten schwebte natürlich für uns immer das Damokles-Schwert der Finanzierung. Auch hier leistete Herr Migge uns wichtige Hilfestellung. Wir fertigten eine Kosten-Kalkulation und einen Finanzierungsplan an und konnten auch Sponsoren für unser Projekt gewinnen. An dieser Stelle ein herzlicher Dank an alle unsere Unterstützer! Jedes Projekt lebt auch von seiner Vermarktung – das war nun unsere nächste Aufgabe. Und da sich eine römische Cena absolut nicht auf reine Nahrungsaufnahme beschränkt, sondern ein vielseitiges Unterhaltungsprogramm zum Essen anbietet, warfen wir alle unsere außerschulischen und teilweise nicht unbeträchtlichen Talente zusammen und entwickelten ein Rahmenprogramm aus musikalischen, tänzerischen und literarischen Einlagen, aber auch aus Moderation und Infotainment. Doch alle Vorarbeit wäre vergeblich, gäbe es nicht die beiden großen Abende! Und so freuten wir uns sehr, unsere Cena festlich an zwei Abenden im Juli bei perfektem Wetter begehen zu können, sei es, dass wir in der Küche arbeiteten, im Service oder im Programm oder womöglich auch in mehreren Aufgabenbereichen. Wir hatten in jedem Fall riesigen Spaß in diesem Jahr P-Seminar…..! Und gelernt haben wir auch eine ganze Menge!

Römertage 2019

Ein besonderes Erlebnis wartete auf die Schülerinnen und Schüler der Klasse 6a auf den diesjährigen Römertagen in Regensburg: die Fahrt mit einer Navis Lusoria, einer rekonstruierten römischen Flussgaleere. Da war dann auch nicht nur Muskelkraft gefragt, sondern auch echter Teamspirit um das mehrere Tonnen schwere Schiff nicht nur mit, sondern auch gegen die Strömung der Naab auf eine respektable Geschwindigkeit zu bringen. Doch zusammen schafft man alles! Und ganz nebenbei konnte man vom Kaptiän, seinem Steuermann und dem obersten Centurio (allesamt Doktoranden der Universität Regensburg) viel Wissenwertes rund um den harten Job der Legionärsbesatzungen auf den Patrouillenbooten am sogenannten "feuchten Limes", der Donau erfahren (und gleich am eigenen Leib erleben...!). So wurde im Team die Fahrt mit der Navis Lusoria samt schwierigen nautischer Manöver wie Bremsen und Wenden zum unangefochtenen Highlight der Römertage 2019. Denn wer kann schon von sich behaupten: "Ich war Ruderer auf einer römischen Galeere!"? Nun, 30 Mädchen und Jungen aus der 6a können das jetzt!

Viele Grüße von den Römertagen 2018!!!

 

Ein Mal Cicero sein.....

Im  Rahmen der Lektüreeinheit Cicero, Reden stellten die Klassen 10a und 10b den Prozess gegen den wegen Vatermord angeklagten Sextus Roscius, der erfolgreich von Cicero verteidigt wurde, nach römischen Vorbild nach. 

 

Impressionen von den "Römertagen" der Klassen 6a und 6b (15.-17.7.2015)...

40 Kinder + 30 Grad + Legionärsspiele + Römer-Rallye + Mosaiklegen + Regensburg + Essen vom heißen Stein + Fußballspielen = Riesenspaß!!

Schuljahr 2014/15

Auch dieses Jahr wieder...! Die beliebte Nox Latina (Römerparty) der Lateinanfänger

Sehr zur Freude unserer diesjährigen Lateinanfänger aus den Klasse 5a, 6b und 6c gab es eine Neuauflage der Römerparty des vergangenen Schuljahres. Ganz in stilechte Togen gehüllt feierten die SchülerInnen am 6.2.2015 von 17 bis 22 Uhr ihr Gelage im freitagnächtlichen MBG mit römischem Speis und Trank, Spielen und Filmen. Auch für das nächste Schuljahr ist die Weiterführung dieser beliebten Aktion jetzt schon geplant....

Schuljahr 2013/14

Nox Latina (Römerparty) der Lateinanfänger

Im Februar 2014 fand für die jungen Lateiner am MBG (5. und 6.Klasse) eine ganz besondere Veranstaltung statt: die Nox Latina oder Römerparty. An einem Freitag Abend gehörte die Schule von 17 bis 22 Uhr ganz den jungen Römern, die perfekt gekleidet wunderbare echt römische Buffets zubereiteten, stilecht mit ihrem römischen Essen zu Tische lagen, sich römischer Spiele erfreuten und zu guter Letzt in atemloser Spannung "echt antike" Filme (Percy Jackson, Geheimnis um Rom) anschauen durften. Am Ende waren sich alle einig - so macht Latein Spaß!

Schuljahr 2012/2013

Die "Römertage" für die 6.Klassen (L1) sind offiziell gestartet!

Auf Tuchfühlung mit den alten Römern

Wie lebte man in einem römischen Legionslager? Wie kochten die Legionäre? Wie trainierten sie an ihrer Bewaffnung? Diese interessanten Fragen dürfen seit dem Schuljahr 2011/2012 nun jedes Jahr unsere Sechstklässler mit Latein als erster Fremdsprache live und aus eigener Anschauung beantworten – auf unseren „Römertagen“ in Castra Regina, dem heutigen Regensburg.

Bei der dreitägigen Fahrt erfahren die Schüler vielerlei, z.B. dass Castra Regina nicht Königinnen-Lager heißt, sondern am Fluss Regen gelegenes Lager oder wie man mittelalterliche Mauerreste von römischen unterscheidet oder auch, dass der älteste Teil einer Stadt wegen des Schutts immer höher liegt als die jüngeren Viertel... Das alles und noch viel mehr bietet die thematische Römer-Stadtführung.

Aber was wäre eine Fahrt, wenn man immer nur erfahren und nicht erleben dürfte? Deshalb können die Kinder am römischen Spiel- und Wettkampfabend ihre Fähigkeiten in verschiedenen Legionärsdisziplinen testen: Geschosse feindlicher Barbaren (in unserem Fall Tennissoftbälle...) mit dem Legionärsschild abwehren, das Pilum (den Legionärsspeer) möglichst weit, kraftvoll und zielgerichtet werfen (natürlich nicht gegen Feinde, sondern auf eine Zielscheibe), aber auch – etwas gemächlicher -  in Steine eingeritzte Rundmühle spielen (eine echte Rundmühle entdeckten die Schüler dann in luftiger Höhe auf einem im Bau des Regensburger Doms „recycleten“ römischen Pflasterstein...). Nach so viel Action hat man natürlich Hunger und da macht es dann allen großen Spaß, ihr Fleisch (oder auch Gemüse) auf einem heißen Stein selbst zu brutzeln – für einen römischen Legionär lästige Alltäglichkeit, aber für die MBG-Schüler ein ungewöhnlicher und lustiger Essensevent. Am nächsten Tag ziehen die Schüler dann in Kleingruppen selbst los – zur Römer-Forschertour in der dafür bestens geeigneten, weil verkehrsberuhigten Regensburger Altstadt. Bei den vielfältigen Aufgaben, die die Forschertour stellt, sind immer scharfe Augen, eine gute Portion Grips und auch die Fähigkeit, etwas „um die Ecke“ zu denken, gefragt. Und dass man, auch wenn man noch so sehr auf seine Forscheraufgaben konzentriert ist, zumindest en passant einen kurzen Blick auf andere Regensburger Kleinigkeiten wie den Dom wirft, ist selbstverständlich..... Dass Römer-Sein nicht nur mit Krieg zu tun hat, sondern auch ganz viel mit Kultur, vermittelt der Mosaik-Workshop, bei dem die Schüler nach einer professionellen Einführung in die römische Mosaik-Legetechnik aus Glas- und Steinteilchen ihre eigenen Motive gestalten. So manche Mama wird sich danach über einen wunderbar gelungenen neuen Topfuntersetzer freuen.

Dass eine solche Fahrt natürlich der Motivation für Latein, das ja auch nicht ohne Grund als erste Fremdsprache gewählt wurde, dient, ist klar. Das ist auch unser Hauptziel: die Begeisterung für Latein zu erhalten (oder vielleicht in dem einen oder anderen Fall auch wieder neu zu entfachen...). Dass bei ganz unrömischem Fußballspielen (und das ist schon längst nicht mehr reine Jungs-Sache!) auf dem dafür bestens geeigneten Gelände der Regensburger Jugendherberge ganz nebenbei auch noch die Klassengemeinschaft gestärkt und die immer wichtiger werdenden soft skills eingeübt werden, nehmen wir natürlich auch gerne mit....

 

Schuljahr 2012/13

P-Seminar Latein  - Der MP3-Museumsspaziergang zu Ovids Metamorphosen erreicht die Endrunde im Innovations- und Förderpreis für die P-Seminare in Bayern

 

Audiowalk herunterladen

 

Was interessiert Schüler an Latein?

Wohl weniger die Grammatik... Faszinierend hingegen ist die antike Kultur und ihr Fortleben. Und gerade vom „Fortleben“ gibt es eine Menge Beispiele in München, unsere zahlreichen Museen stellen Exponate von weltweit anerkannter Bedeutung aus. Deshalb entstand die Idee, Literatur und Kunst mit unserem hiesigen musealen Angebot zu verknüpfen und Schülern Ovids Metamorphosen einmal auf dem Weg eines geführten Spaziergangs greifbar zu machen. Und welcher Schüler besitzt kein Handy oder keinen MP3-Player? Also war auch das Medium schnell klar. Ein Audiowalk im MP3-Format zum einfachen und kostenlosen Download sollte entstehen. Dieser Aufgabe widmeten sich die 12 Schüler und Schülerinnen des P-Seminars Latein dann auch fast 2 Jahre mit Feuereifer. Herausgekommen ist ein 100-minütiger Spaziergang vom Königsplatz, in die Glyptohek und die Alte und Neue Pinakothek mit reichlich Infotainment zu Ovid, seinen Metamorphosen und den Exponaten, die diese Mythen rezipieren, aber auch selbst komponierter und eingespielter Musik und Kommentaren von namhaften Experten. Dass so eine Bildungsvermittlung gleichzeitig niveauvoll und unterhaltsam sein kann, fanden auch die Juroren des Innovations- und Förderpreises des Verbands der Bayerischen Wirtschaft, der Eberhard von Kuenheim-Stiftung und des Kultusministeriums und wählten den Audiowalk in die Gruppe der 24 besten P-Seminare in Bayern. Auch ein Preisgeld von 200 Euro ist damit verbunden. Im April wird sich dann zeigen, ob unser Projekt sich auch in der Endrunde der letzten vier behaupten kann...

 

Schuljahr 2011/12: Augusteische Literatur

 

Schuljahr 2010/11: Orpheus und Eurydike - ein Schattenspiel der Klasse 6c

Schuljahr 2006/07:
Klasse 9a: Lateinsche Literatur lesen

 

Schuljahr 2005/06:
Klasse 5b: "Schlemmen wie die alten Römer..."
Klasse 6a: Ostia, Hafenstadt Roms