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Religion - Besinnungstage

Besinnungstage

Die Fachschaften katholische und evangelische  Religionslehre veranstalten seit Jahren in bewährter Zusammenarbeit mit dem Schulpastoralen Zentrum Schloss Fürstenried die Besinnungstage für Schülerinnen und Schüler aus Q11 und Q12. Sie finden unmittelbar vor den Weihnachtsferien statt. Wir fahren nach Benediktbeuern, wo wir in der Jugendherberge Don Bosco für zwei Nächte Quartier nehmen.

Da es sich um eine Schulveranstaltung handelt, gilt auch in Übereinstimmung mit den Hausregeln aller beteiligten Veranstalter ein absolutes Alkohol- und Nikotinverbot gemäß den Vorgaben des Jugendschutzgesetzes.

Die Teilnahme ist für alle Schüler möglich; vorausgesetzt werden Respekt vor der religiösen Ein-stellung anderer und eine prinzipielle Offenheit für religiöse Fragen. Im Mittelpunkt der Ge-sprächsrunden stehen Identität, Beziehungen und Lebensorientierung.

Die Jugendherberge bietet unter den Freizeitmöglichkeiten auch eine Boulderwand, weshalb es sich empfiehlt, Sportkleidung/ Schuhwerk mitzubringen.

Für das Schuljahr 2020/21 sind wegen der Corona-Pandemie bis Dezember alle Ver-anstaltungen mit Übernachtung abgesagt. Deshalb musste der Termin für die Be-sinnungstage 2020 leider storniert werden.

Fall es das Infektionsgeschehen zulässt, werden wir kurzfristig Alternativen anbieten.

Wir hoffen sehr, dass wir besseren Zeiten entgegen gehen!

Ansprechpartner sind Fr. Westermayer und Fr. Schlammerl

 

Blitzlicht von den Besinnungstagen 2019

Entspannung und Gemeinschaftsgefühl treten  während der eher hektischen Vorweihnachtszeit mit den vielen Klausuren oft in den Hintergrund. Um für Fragen der Lebensorientierung Raum zu schaffen, finden jedes Jahr am MBG unmittelbar vor den Weihnachtsferien die Besinnungstage in Zusammenarbeit mit dem Schulpastoralen Zentrum Fürstenried statt. In diesem Jahr fuhren 32 Schülerinnen und Schüler aus der Q11 und Q12 in das Kloster Benediktbeuern.

Am Mittwoch machten sich die Teilnehmer nach dem Vormittagsunterricht größtenteils per Bahn auf den Weg. Um die bevorstehenden Tage möglichst passend zu gestalten, wurden die Erwartungen und Wünsche  in einer ersten Runde mit dem Hauptreferenten besprochen. Nach dem Abendessen sollte sich die Gruppe in einer zweiten Einheit der Masken bewusst werden, die man immer wieder im Alltag aufsetzt: Warum verstecken wir uns manchmal hinter Stereotypen? Ist das überhaupt gut so? Wie kann man diese Masken loswerden? (Und damit ist natürlich nicht die Mund-Nase-Bedeckung gemeint, an die wir in Coronazeiten ganz automatisch denken.) Der Abend klang dann mit Gesprächen und Spielen aus, wobei ganz Sportliche an der Boulderwand gesehen wurden.

Am Donnerstag verstärkten zwei weitere Referenten das Team und boten drei verschiedene Workshops an, von denen jeweils zwei belegt werden konnten.

Wie kann man sein eigenes Auftreten, vor allem im Hinblick auf die Körpersprache, optimieren? Dafür stellte der Coach den Teilnehmern die Aufgabe, spontan zu erklären, welche Berufswünsche man hat und warum man dafür besonders geeignet ist. Das Publikum sollte versuchen, den Redner durch kritische Fragen zu verunsichern, um möglichst viel Druck aufzubauen. Währenddessen beobachtete der Dozent genau, wie sich die Körpersprache des Vortragenden im Laufe der Zeit veränderte. Anschließend wurde besprochen, wie der Sprecher gewirkt hatte und was noch verbessert werden könnte. Gerade das eigene Erleben solch einer stressigen Situation und die notwendige Flexibilität dabei führte in diesem geschützten Raum zu einem hohen Lerneffekt.

Ein anderer Workshop beschäftigte sich mit der Technik des „aktiven Zuhörens“. Diese Methode ist dazu da, in einer Situation angemessen auf das Gegenüber einzugehen, damit ein Gespräch gelingt. Zudem wurden Manipulationsmethoden offengelegt. Dann erklärte sich eine Schülerin bereit, mit dem Sozialpädagogen eine Unterhaltung zu führen, während dieser die zuvor erläuterten Tricks im Gespräch anwandte. Später übten die Teilnehmenden selber „aktives Zuhören“ in kleinen Gruppen. Dafür bekamen sie eine halbe Stunde Zeit, in der man sich während eines Spaziergangs austauschen konnte. Anschließend wurde im Plenum besprochen, was dabei gut funktioniert hatte und wo Schwierigkeiten aufgetreten waren. Die Teilnehmer lobten vor allem das praktische Einüben und Anwenden.

Als dritte Möglichkeit konnte man an einem Coaching über Zeitmanagement teilnehmen. Im Fokus stand hier hauptsächlich die Selbstorganisation beim Lernen. Größtes Hindernis für die Effektivität ist die Ablenkung. Wir bestimmten mögliche Ablenkungsquellen und  analysierten, wie man sich gegen diese Störfaktoren wappnen kann. Sogenannte „aktive Phasen“ spielen bei der richtigen Zeitplanung für das Lernen eine essenzielle Rolle. Sie können zu unterschiedlichen Tageszeiten auftreten: Entweder ist man morgens und eventuell auch mittags besonders leistungsfähig, oder aber man kommt vor allem abends zur Höchstform. Besonders wichtig für die erfolgreiche Organisation des Lernens ist es, die eigenen Bedingungen zu erkennen und sich ein konkretes Ziel zu formulieren.

Der besinnliche Abschluss dieses zweiten Tages wurde mit einer Geschichte eingeleitet. Dadurch inspiriert entstanden zum Teil sehr lange Briefe, aber auch  liebevoll gestaltete Karten mit Weihnachtsgrüßen - alles wurde am folgenden Tag von den Referenten verschickt, sodass die Post noch vor Heilig Abend ankommen konnte.

Am Freitag besuchten einige Schülerinnen und Schüler schon vor dem Frühstück die Morgenmesse des Klosters. Zum Ausklang der Besinnungstage nahm die ganze Gruppe an einer Führung durch die Klosteranlagen teil. Heute beherbergt das Kloster u.a. die Jugendherberge „Don Bosco“. Mithilfe von Jugendlichen im sogenannten freiwilligen sozialen Jahr ermöglicht sie mit ihrem breiten Angebot an Freizeitaktivitäten und ihrer guten Küche einen angenehmen Aufenthalt. Und dank der engagierten Referenten des Schulpastoralen Zentrums  fand jeder in diesen drei Tagen ausreichend Gelegenheit und Raum, um über sich, Gott und die Welt nachzudenken  und auch schöne Stunden gemeinsam mit Freunden zu verbringen. Und genau das stimmt am besten auf Weihnachten ein!

Die drei Begleitlehrer, Frau Hölzl, Herr Zinsmeister und Frau Westermayer haben die doch recht große Schülergruppe als sehr kooperativ und verantwortungsbewusst erlebt. Die gute Stimmung am Abend beim gemeinsamen Spielen wurde durch das Einhalten der Nachtruhe angenehm verstärkt, so dass auch die Lehrer ganz entspannt in die Weihnachtsferien starten konnten. Allen Beteiligten sei  dafür ganz herzlich gedankt!

Ylva Weiler Q11

Barbara Westermayer