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Chemie - Schülerarbeiten

Schülerarbeiten

Arbeiten im Fach Chemie in den letzten Jahren (Betreuung : Dr. G.Schroll)

W-Seminar Chemie 2014/16: Seminararbeiten zu ausgewählten Kapiteln zur Biochemie und Mikrobiologie

Über Phenole in Pflanzen (Simon Euteneuer)

Mit Hilfe von Papierchromatographie wurden verschiedene pflanzliche Rindenproben (von Weide, Birke, Eiche und Kiefer) untersucht, ob und welche der drei phenolischen Stoffe Tannin, Gallussäure und Salizylsäure sie enthalten.

Am Beispiel der Weidenrinde überprüfte man, welchen Einfluss die Jahreszeit auf die Menge an Gerbstoffen in Pflanzen hat. Die Ergebnisse weisen darauf hin, dass der Gerbstoffgehalt im Frühjahr erhöht ist . Die Pflanzen sind im Frühjahr wohl anfälliger gegenüber dem Befall durch Mikroorganismen.

Frühere Arbeiten am Max-Born-Gymnasium beschäftigten sich bereits mit der hemmenden Wirkung von Gerbstoffen auf Bakterien.

Christiane Zimmer. Untersuchungen an Gerbstoffen. 1985. Facharbeit im Leistungskurs Biologie; Kursleiter Dr. G.Schroll

Karin Altenburg. Antibiotische Inhaltsstoffe in Pflanzen. 1994. Facharbeit im Leistungskurs Chemie; Kursleiter Dr. G.Schroll.

Untersuchungen an pflanzliche Geweben (Ilda Karaj)

Es wurden Experimente zur Osmose an Zellen von Allium cepa, zur Mitose derselben Pflanze und zu Chloroplasten des Sternmooses durchgeführt.

Mit Untersuchungen zur Mitose in Abhängigkeit von Umwelteinflüssen beschäftigte  sich auch  eine frühere Arbeit am Max-Born-Gymnasium:

Klappa Monika. Präparation mitotischer Zellen aus Wurzelspitzen von Allium cepa. 1999. Facharbeit im Leistungskurs Biologie; Kursleiter Dr. G. Schroll.

Das Pflanzenwachstum in Abhängigkeit von Mineralsalzen (Dennis Roithmeier)

Untersucht wurden Keimlinge der Kresse und der Hafers. Bei letzterem wurde auch die Chlorophyllsynthese in Abhängigkeit von der Nährsalzzufuhr photometrisch gemessen.

Weitere Arbeiten:

Studien zur pharmazeutischen Chemie ausgewählter Heilpflanzen; Luigi Ewald.

Studien zur pharmazeutischen Chemie ausgewählter Gewürzpflanzen; Sebastian Haberl.

Betrachtungen zur Immunologie; Christina John.

Über fleischfressende Pflanzen; Sophie Meier.

Jugend forscht (Betreuung der Arbeiten Dr. G.Schroll)

2014

Gewinnung von Energie durch chemische Reaktionen; (Elektrolyse von Wasser; Nutzung des Drucks der entstehenden Gase zur Arbeitsleistung). Johannes Lehner; Sonderpreis Umwelttechnik (Chemie).

Über Orchideengewächse; Philipp Jonsson (Biologie)

2015                             

Das Bromelienbiotop; Johannes Lehner, Benjamin Plehn (Biologie)

Es wurde an 3 Bromelien geforscht, die an verschiedene Standorte plaziert wurden, wie z. B. Balkon oder Schreibtisch, um unterschiedliche Umweltfaktoren einwirken zu lassen. Die Zisternen wurden mit verschiedenen Wassersorten gefüllt, man verwendete kalkhaltiges Leitungswasser, ferner Regenwasser. Um den Artenbestand der Zisternen zu ermitteln, wurden über einen längeren Zeitraum Wasserproben entnommen und mikroskopiert; man bestimmte auch den pH-Wert.Schließlich ging man auch auf die spezifischen Saugschuppen der Bromelien ein, welche sich am unteren Ende der Blätter befinden. Diese benötigt die Pflanze, um Wasser und Mineralien aufzunehmen, da sich die Wurzel zu einem reinen Halteorgan entwickelt hat.

Beobachtungen von Anfang Oktober 2014 bis Anfang Januar 2015 – also in einem Zeitraum von 13 Wochen zeigten eine deutliche Veränderung des Biotops hinsichtlich der Lebewesenpopulationen. Bei Verwendung von Regenwasser, dessen pH-Wert zu 7-8 bestimmt wurde, fanden wir nach kurzer Zeit Algen, wie z.B. Kieselalgen und Geißelalgen, aber auch Detrituspartikel, ferner zeigten sich Pantoffeltierchen. In einem Biotop mit kalkhaltigem Wasser – es befand sich in einem Zimmer – konnten wir in den ersten Wochen nur Detrituspartikel und ein Geißeltierchen finden.

Nach 13 Wochen fanden wir im Regenwasseransatz bei unverändertem pH-Wert  mehr Algen, aber auch  tierische Einzeller und viel Detritus vor. Im Ansatz mit kalkhaltigem Wasser lagen keine Algen vor, jedoch konnten wir das seltene einzellige Tierchen Stylonychia beobachten.

Die Versuche mit  Bromelien zeigten, wie sich in einem kleinen, eher seltenen Biotop,eine eigene Artenvielfalt entwickeln kann.

Sukzession in Winogradsky-Säulen; Simone Jaud. Sonderpreis (Chemie).

Winogradsky-Säulen sind wassergefüllte Schlammsäulen. In ihnen laufen bestimmte mikrobielle Stoffwechselaktivitäten ab, wobei sich im Wasserkörper neben anderen Organismen in räumlicher Schichtung und zeitlicher Folge schwefelmetabolisierende Bakterien, auch anaerobe photosythetisch aktive Spezies, wie Purpurbakterien, ansiedeln. In der vorliegenden Arbeit wurden verschiedenen Säulen,die durch Entnahme von  Material aus dem Germeringer See und Umgebung bereitet wurden, untersucht. Zusätzlich wurde überprüft, wie sich die Zugabe von Gips oder Kalk auf das System auswirkt. Man bestimmte Mikroorganismen und beobachtete makroskopisch und mikroskopisch auftretende Sukzessionen. Experimente zum Chemismus des Wasserkörpers der Säulen wurden durchgeführt.

In den Säulen zeigten sich z.B. Kieselalgen, fädige Cyanobakterien und kokkale Grünalgen.

Purpurbakterien wurden nicht gefunden. Diese müssen wohl nicht in jeder Säule auftreten. Bei früheren Untersuchungen von G. Schroll an zwei Säulen wurden bei einer Säule Purpurbakterien  aus der Gruppe der Thiorhodaceen, ferner der Gattung Chromatium beobachtet; in der zweiten Säule zeigten sich keine Purpurbakterien (G. Schroll, unveröffentlichte Experimente).