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Italienisch - FAQ

FAQ

 

Häufige Fragen zum Italienischunterricht

Die folgenden Fragen sind nicht erfunden, sondern in langer Praxis gesammelt. Die Antworten sollen als Entscheidungshilfe zur Wahl des Italienischen dienen.

F.: Welche Sprache ist schwerer, Italienisch oder Französisch? 
A.: Sicherlich bietet Französisch anfangs größere Schwierigkeiten, da der Unterschied zwischen Schreibung und Lautung sowie die Aussprache Probleme bereiten. Hier macht das Italienische, speziell dem süddeutschen Sprecher, weniger Ärger. Andererseits ist im Italienischen die Progression schneller, in der Regel gelangt man rascher zum freien Sprechen. In einem späteren Lernstadium gleichen sich die Schwierigkeiten einander an, das Italienische wird sogar etwas komplizierter, da die Sprache weniger reglementiert ist und der italienische Wortschatz facettenreicher ist als der französische.

F.: Was für eine Rolle spielen Lateinkenntnisse beim Erlernen von Italienisch? 
A.: Grundsätzlich sind Lateinkenntnisse für das Erlernen aller romanischen Sprachen gleichermaßen hilfreich, da die grammatischen Strukturen aller dieser Sprachen auf der lateinischen Grammatik aufbauen. Die größere lautliche Nähe des Italienischen zum Lateinischen kann im Bereich des Wortschatzes auch zur Falle werden, da sich die Bedeutung vieler Wörter geändert hat. Vokabeln lernen ist auch im Fach Italienisch unverzichtbar.

F.: Ist Italienisch geeignet, um als Basis zum Erlernen weiterer romanischer Sprachen zu dienen?
A.: Auf jeden Fall. Aufgrund der Verwandtschaft aller romanischen Sprachen erleichtern hier auch gute Kenntnisse des Italienischen den weiteren Spracherwerb. Wer Italienisch kann, versteht bis zu 90 Prozent aller spanischen Äußerungen, aber auch hier muss vor falschen Analogien gewarnt werden!

F.: Sind deutsche Schüler nicht benachteiligt, wenn sie zusammen mit muttersprachlichen Schülern lernen?
A.: Das sind sie nicht. Erstens orientiert sich die Erwartung wie in jedem anderen Fach daran, was von einem deutschen Schüler verlangt werden kann, und zweitens sind Muttersprachler zwar beim Wortschatz, nicht unbedingt aber bei der Grammatik im Vorteil. Erklären Sie doch einmal Grammatikregeln des Deutschen! 
Im Übrigen ist die Anwesenheit von Muttersprachlern eine große Bereicherung für jeden Italienischunterricht, weil neben der Lehrkraft immer noch ein „Experte“/ eine „Expertin“ anwesend ist!

F.: Wie ist die Situation des Schüleraustauschs mit Italien?
A.: Es besteht eine Vielzahl von Schulpartnerschaften, allein in Bayern über 170. Schüleraustausch mit Italien findet sogar an vielen Schulen statt, die Italienisch 'nur' als Wahlkurs anbieten. Das Max-Born-Gymnasium führt für alle interessierten Schülerinnen und Schüler einen Austausch mit ihrer Partnerschule, dem Liceo Enrico Fermi, in Cecina (Toscana) durch.

F.: Kann ich in der Oberstufe Italienisch als Fremdsprache wählen, ohne in den Klassen 8 - 10 Italienisch gehabt zu haben?
A.: Ja. Es muss beim zuständigen Ministerialbeauftragten ein Antrag gestellt werden, und dann müssen an der Schule, an der Italienisch belegt werden soll, die Kenntnisse der 10. Klasse in einer mündlichen und schriftlichen Feststellungsprüfung nachgewiesen werden.

F.: Muss man in Italienisch Abiturprüfung machen, wenn man es in der 10. Klasse als spät beginnende Fremdsprache wählt?
A.: Nein, man muss zwar in den Jahrgangsstufen 11 und 12 drei Halbjahre (unter Verwendung der Optionsregel nur zwei) einbringen, es bleibt aber frei gestellt, Italienisch als 5. Abitursprüfungsfach (Kolloquium) zu wählen, oder nicht.

F.: Ist es schwer, im spät beginnenden Italienisch den ganzen Stoff innerhalb von nur drei Jahren zu erlernen?
A.: Nein, schwer ist das nicht, aber es erfordert trotzdem eine Portion Fleiß und natürlich Interesse. Auf der Basis der schon davor erlernten Fremdsprachen geht das Erlernen einer weiteren in der Regel schnell und das ist sehr motivierend.

F.: Welche Sprache kann ich in der 10. Klasse ablegen, wenn ich Italienisch spät beginnend wähle?
A.: Es kann die 1. oder 2. Fremdsprache abgelegt werden. Aus stundenplantechnischen Gründen kann allerdings nur Französisch oder Latein abgelegt werden, Englisch nicht. Aber Vorsicht bei der Abwahl: die Note, mit der ein Fach abgewählt wird, taucht später im Abiturzeugnis wieder auf. Bei eher schlechten Ergebnissen nach der 9. Klasse raten wir dazu, das ungeliebte Fach noch in der 10. Klasse zu behalten und auf die Wahl von Italienisch zu verzichten. So kann man sich in der 10. Klasse noch einmal voll auf die vernachlässigte Sprache konzentrieren und sie guten Gewissens mit befriedigendem oder ausreichendem Ergebnis abwählen.

Wir hoffen sehr, Ihnen und Ihrem Kind mit diesen Informationen weitergeholfen zu haben.

Darüber hinaus, kann sich jeder Schüler/ jede Schülerin selbst testen, indem er/sie  die folgenden Fragen beantwortet – im besten Fall mit: „Sì! Certo!“

„Ich habe großes Interesse an Fremdsprachen.“
„Meine Einsatzbereitschaft ist hoch.“
„Meine Noten in Französisch und/ oder Englisch sind mindestens befriedigend.“
„Ich kann auf fundierte Grammatikkenntnisse aus den anderen Fremdsprachen zurückgreifen.“
„Ich bin sehr an Italien und seiner Kultur interessiert.“
„Es liegt mir, eine Sprache aktiv zu verwenden.“