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Physik - Forscherwoche 2017

Forscherwoche 2017

Sechs Schüler vom MBG nehmen an der Forscherwoche 2017 in Hildesheim teil


 

Was ist eigentlich die Milz?“ war die Frage mit der Silke Westphale ihren Vortrag über die Immunbiologie und damit auch die Forscherwoche 2017 am Gymnasium Andreanum in Hildesheim begann. Allgemeine Ratlosigkeit machte sich auf den Gesichtern der Schüler der fünf teilnehmenden Gymnasien breit. Das Projekt „MeineMilz“ setzt genau dort an und hat das Ziel Schülern medizinisches Wissen über den Unterricht hinaus zu vermitteln. Auf diesen sehr informativen Vortrag folgte ein gemeinsames Abendessen, an dem auch der Schulleiter Dirk Wilkening, der uns sehr freundlich am Andreanum begrüßt hatte, teilnahm. Dabei lernten wir die Schüler aus Bremen, Zeulenroda (Thüringen), Hildesheim (Niedersachsen) und Dillingen (Saarland) kennen. Um den Kontakt zwischen den Teilnehmern in der Woche zusätzlich zu verstärken, wurden die Zimmer jeweils mit Schülern aus den verschiedenen Schulen belegt.

MBG ler bei Aspirinsynthese

Am Dienstag ging es an die chemische Fakultät der Leibniz Universität Hannover. Zuerst gab uns Prof. Holger Butenschön einen Einblick in die verschiedenen Fachbereiche der Chemie, anschließend konnten die Jungforscher ihre chemischen Fähigkeiten bei der Herstellung von Aspirin unter Beweis stellen. „Die Aspirin-Synthese beruht ja auf einer Esterbindung – da können wir unser schulisches Wissen direkt einbringen“, freute sich Rabea Hänsch (Q11).
Nach diesen erkenntnisreichen Stunden in der Chemie wurden die Schüler in Gruppen in einen Escape-Room gesperrt. Um sich zu befreien mussten sie Rätsel und Geschicklichkeitsaufgaben gemeinsam lösen. „Das hat sehr viel Spaß gemacht – und gleichzeitig den Gruppenzusammenhalt nachhaltig gefördert“, so die Begleitlehrerin Frau Rißner.

An diesem und am folgend Abend stellten einige Schüler ihre Jugend Forscht – und Seminararbeiten vor. „Es ist unglaublich spannend zu erfahren, auf wie viele unterschiedliche Ideen andere Schüler kommen und wie sie diese umsetzten“ fand Lennard Dufner (Q12).

Lena (links), Rabea und Robin mit Kuhmodell
Lennard bei der Blutabnahme

 

Am Mittwoch drehte sich alles um die Tiermedizin: Im Clinical Skill Lab durften wir – wie die Medizinstudenten – Hundedummys Blut abnehmen oder oder am Modell einer Kuh rektalisieren.
An der Tierklinik für Kleintiere der Tierärztlichen Hochschule Hannover konnten wir verschiedenen Arbeitsbereiche dann selbst entdecken. Wir erhielten Einblicke in die Ganganalyse, Bildgebung oder Zellkultur. „Wie aufwändig es ist in einem sterilen Labor zu arbeiten“, wunderte sich Malin Rau (Q12), nachdem sie selbst die Teilung einer Tumorzellkultur vorgenommen hatte.

 

 

Malin (hinten links), Nele, Lena, Robin
Lennard (vorne links), Rabea

Am letzten Tag ging es rund um Roboter und Maschinenbau. Zuerst programmierten wir zwei verschiedene Roboter – einen Legoroboter und einen humanoiden Roboter namens Nao. Humanoid bedeutet möglichst menschenähnlich: „Nao kann zuhören, sprechen, Bilder mit seinen Kameras analysieren und sogar tanzen“ meinte Robin Marchart (10c).
Ihr technisches Interesse konnten die Teilnehmer in verschiedenen Bereiche der Mechatronik und Elektromobilität befriedigen. Unter anderem bewunderten wir ein Labor, in dem untersucht wird, wie Elektroautos Wärme und Kälte effizient erzeugen können. Daneben testeten wir einen Rennsimulator und unterschiedliche Transport-Pedelecs. „Ich denke E-Bikes sind in der Großstadt eine echte Alternative. Man ist schnell am Ziel und schont gleichzeitig die Umwelt“, resümierte Lena Rügemer (Q11).

Zum Abschluss der Forscherwoche hielt Dr. Timm Haack am Donnerstag Abend einen Vortrag über die Entwicklungsbiologie am Modellorganismus Zebrafisch. Er brachte uns dabei näher, wie man mit Hilfe anderer Organismen wichtige Kenntnisse für die moderne Medizin gewinnen kann. „Mich hat es vor allem fasziniert, wie Fluoreszenzfarbstoffe zur Markierung verschiedenster Zellen eingesetzt werden können, indem sie direkt ins Erbgut eingeschleust werden“ äußerte Nele Utermöhlen. (Q12).

Die Forscherwoche klang mit einem Standard-Tanzkurs aus, den die Jugendlichen kaum mehr beenden wollten: „Wenn naturwissenschaftliche Faszination zu persönlichen Begegnungen führt, dann hält das manchmal über Jahre“, freute sich Begleitlehrer Herr Werner-Forster.

(Lennard Dufner, Rabea Hänsch, Robin Marchart, Malin Rau, Lena Rügemer; Nele Utermöhlen, Eckart Werner-Forster)